#Norwegian Wilderness | Part Two

Check out PART ONE

’’Watch out! There is a horse right there, running down the hill onto the street’’. At this time it was three in the morning and I had seven hours behind the wheel. That’s probably the reason why I thought I saw a horse which ended up being an elk. A pretty huge one actually! Never imagined them being so massive and tall. Due to the low speed limits in Norway, no-one was hurt but it did surprise me and I was suddenly super awake, yey!

Two hours later, I crossed the polar circle and finally reached the ferry that took me to the Lofoten Islands. The Lofoten consist of 80 archipelagos and the unspoiled nature up there is sick and simply breathtaking, absolutely worth a visit! You can find the cutest little fisher houses next to crystal clear water with white sandy beaches, snowy mountain peaks and moss-covered roofs. It looks just like a fairytale apart form the mostly cloudy weather. Norway is known for its rather chilly summers which does not negate the fact that it looks amazing no matter what the weather is like.

dsc07425My absolute favorite island was ’’Senja’’. While looking for a great place to park the van for the night, I stumbled upon this lovely white beach with a huge mountain wall right next to it. Unfortunately it was raining so I didn’t felt like taking a swim plus I was starving. And then I saw a sign which said ’’Coffee & Cake + Art Gallery’’- say what?! Needless to say I was all in. Since I couldn’t make a decision which cake to order, I ordered 2 or 3 different slices to try them all and cake is something I never get tired of. The art gallery took place in and around the house so that the saune has been rebuilt into a mini cinema, the living room served as some sort of museum and the attic changed into some kind of vocal room. I’ll be back one day for sure, but then during winter time when it’s – 40 °C. I would love to rent one of their wooden interior rooms with a panorama view above the ocean. Sometimes you might even spot some orca whales, passing by your window.

That night I spoiled myself with an awesome parking spot on a campground nearby, a real treat! I even met some nice neighbors, a former Hippie couple. They told me all the wild stories from past road trips and still seemed so young at heart. After 65 years they finally swapped their old car for an old van and they still love being on the road and explore the world. Note to self: You’re only as old as you feel and the seventies may have been the wildest years of all time!

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,,Sag mal ist da ein Pferd ausgebrochen?’’ dachte ich aufgeregt als ich 03.00 Uhr nachts die Küstenstraßen Norwegens durchquerte. Zu diesem Zeitpunkt lagen bereits 7 Stunden Fahrt hinter mir, was wahrscheinlich auch der Grund dafür war, dass ich dieses Tier für ein Pferd hielt. Tatsächlich war es ein Elch. Ein ziemlich großer Elch, der dazu noch galoppieren konnte.
Dank der geringen Geschwindigkeitsbegrenzung konnte ich bei 60km/h gerade noch bremsen und niemand kam zu Schaden aber man sind die Dinger gewaltig.

Glücklich den Polarkreis überquert zu haben, erreichte ich zwei Stunden später die Fähre die mich zu den Lofoten brachte – das eigentliche Ziel der Reise. Die Lofoten bestehen aus etwa 80 Inselgruppen und sind unbeschreiblich schön, wenn nicht sogar mein absolutes Highlight auf der gesamten Reise! Ein Fischerdorf sieht malerischer aus als das andere und hinter jeder Kurve erstreckt sich eine andere Landschaft: weiße Sandstrände mit türkis-blauem Wasser, schneebedeckte Gipfel, moosbewachsene Dächer geben dir das Gefühl Teil eines Märchens zu sein. Einziges Manko, es regnet oft und die Sonne lässt sich eher selten blicken aber wenn – ist das wie ein 6er im Lotto. Ich gebe mich in Norwegen gerne mit dem durchwachsenen Wetter zufrieden, denn selbst an den schlechtesten Tagen zeigt sich das Land von seiner schönsten Seite!

dsc07325Eine der Inseln hat mich ganz besonders fasziniert: ,,Senja’’. Auf der Suche nach einem geeigneten Stellplatz für die kommende Nacht habe ich mich verfahren und landete in einer Sackgasse. Ich hatte mal wieder Hunger und war überglücklich als ich das Schild ,,Cake & Coffee + Art Festival’’ am Rande der Straße sah. ,,Cake und Coffee plus Kunst?’’, da bin ich dabei. Schnell das Auto am Strand geparkt und schon ging es zum wohl gemütlichsten und idyllischsten Haus was ich je gesehen habe. Total verwinkelt und romantisch rustikal hergerichtet, mit ganz viel Holz. Neben heißem Kaffee wurde auch Salted Caramel und flüssiger Schokokuchen serviert. ,,Von jedem eins bitte’’, sagte ich. Wer mag sich denn entscheiden bei dieser Auswahl?
Für das Kunstfestival wurde das gesamte Haus genutzt und schnell wurde aus einer Sauna ein Minikino und aus dem Dachboden ein Klangzimmer. Ich möchte unbedingt noch einmal im Winter wiederkommen, dann kann man sich eines der kleinen Panorama Zimmer mieten und vom Fenster aus Orca Wale beobachten. Das muss ein Gefühl sein!

An diesem Abend gönnte ich mir eine Nacht auf dem Campingplatz und wurden zugleich mit netten Nachbarn belohnt. Es geht doch nichts über ein Hippie Ehepaar und deren wilden Geschichten von vergangenen Road Trips. Dabei sind die beiden so jung geblieben als wäre es gestern gewesen. ,,Wir haben uns nun, mit 65 Jahren, endlich auch mal vergrößert’’ meinten sie. Kurz gesagt: Aus einem alten Golf wurde ein etwas in die Jahre gekommener kleiner Bus. Ich finds toll, dass die beiden es immer noch lieben ihre freie Zeit auf der Straße zu verbringen und die Welt zu erkunden. Note to self: Man ist eben doch nur so alt wie man sich fühlt und die 70er waren vielleicht doch die wildesten Jahre!

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