Media Kit für Blogger: Erstelle dein individuelles und professionelles Media Kit in wenigen Schritten

Example Media Kit for Blog

Media Kits sind in der heutigen Bloggerwelt wichtiger denn je, doch gerade junge, unerfahrenere Blogger unterschätzen oftmals den Mehrwert dahinter.

Auch ich dachte lange, dass so ein Media Kit erst richtig Sinn macht, wenn man schon größer ist und ,,Erfolge’’ vorweisen kann. Tja, falsch gedacht. Tatsache ist, dass ich vor ein paar Wochen auf meinem ersten Blog-Event von einem potentiellen Partner darauf angesprochen wurde. Daraufhin verfiel ich innerlich leicht in Panik, da ich natürlich noch keins hatte aber ahnte, dass das Erstellen und Recherchieren mit einer Menge Arbeit verbunden sein wird. Der Kunde wollte das gute Stück am liebsten schon am nächsten Tag in seiner Inbox sehen. Das wäre der richtige Moment gewesen um zu sagen: ,,Könnte ich dir das eventuell nächste Woche zukommen lassen, ich würde es vorher gerne noch überarbeiten…’’ aber weil ich professionell wirken wollte, was ich normalerweise auch bin, sagte ich: ,,Klar gerne, schick ich dir morgen gleich rum, kein Problem’’ – und schon hatte ich den Salat.

Damit dir dieses Szenario erspart bleibt, habe ich eine Liste an Infos zusammengestellt, die mir bei der Erstellung meines ersten Media Kits geholfen haben. Selbst die ‚,alten‘’ Blogger-Hasen unter euch können sich hier Inspiration holen und werden vielleicht das ein oder andere aus dem Beitrag mitnehmen, denn Fakt ist: Ein Media Kit ist das Aushängeschild deines Blogs und spielt eine entscheidende Rolle, wenn es um potentielle Kooperationen und Partner geht.

First things first: Was ist ein Media Kit?

Ein Media Kit ist ein PDF Dokument, in dem du als Blogger zeigen kannst wer du bist, was deinen Blog einzigartig macht und welchen Mehrwert du potentiellen Kooperationspartnern bietest, wenn sie mit dir arbeiten.

Was muss in ein Media Kit überhaupt alles rein?

So viel wie nötig und so wenig wie möglich.

Es gibt bestimmte Inhalte, die auf jeden Fall in ein Media Kit gehören, aber auch Punkte, die optional sind und auch davon abhängen wie erfahren man als Blogger ist. Achte in jedem Fall darauf, dass du eine persönliche Ansprache verwendest, denn damit schaffst du Vertrauen beim Leser und kommst gleich sympathischer rüber.

Pass auf, dass du nicht zu sehr ausschweifst, kurz und knackig ist hier die Devise!

Folgende Infos sollten in jedem Media Kit enthalten sein:

  • Beschreibung deines Blogs und deiner Zielgruppe
  • Ein Bild von dir inkl. kurzer Text über dich, deine Motivation und andere erwähnenswerte Dinge die zu deinem Blog-Thema passen
  • Wenn schonmal über dich berichtet wurde, egal ob in größeren Magazinen oder Blogs, in Zeitungsartikeln oder im TV, solltest du das unbedingt erwähnen
  • Du trittst öfter als Speaker auf? – Umso besser, schreibe die Events und um welche Themen es dabei ging auf
  • Die wichtigsten Statistiken deines Blogs: Seitenaufrufe pro Monat & Unique Visitors pro Monat (sowie den Durchschnitt der letzten 3 Monate)

 

Für die Statistiken deines Blogs und Demografie deiner Leser kann ich dir das Tool Google Analytics sehr ans Herz legen. Zum einen ist es sehr weit verbreitet und wird von den meisten Unternehmen selbst genutzt. Zum anderen ist es kostenlos, extrem umfangreich und damit auch sehr mächtig. Falls ihr nicht wisst wo ihr anfangen sollt, die liebe Sarah von mamaskind.de führt euch durch die ersten Schritte mit Google Analytics.

  • Demografie deiner Leser (Alter, Wohnort, Interessen)
  • Zahlen zu deinen Social Media Kanälen und (falls vorhanden) Newsletter-Abonnenten, spricht wie viele Follower, Fans und Abonnenten (solltest du auf einem Kanal geringe Zahlen haben, weil du gerade erst damit gestartet bist oder den Kanal nicht pflegst, lass es lieber raus)
  • Weitere Statistiken die du gerne erwähnen würdest, weil sie besonders gut sind
  • Falls vorhanden, eine Übersicht deiner bisherigen Kooperationspartner mit Logo
  • Bevorzugte Kontaktmöglichkeiten

Folgende Punkte sind in einem Media-Kit optional:

  • Dein Page Rank (falls dieser gut ist)
  • Durchschnittliche Verweildauer aller Besucher
  • Wie oft neue Beiträge erscheinen
  • Falls du Newsletter verschickst, wie hoch die Öffnungsrate ist
  • Eine Liste deiner beliebtesten Beiträge
  • Testimonials deiner Leser und/oder deiner bisherigen Kooperationspartner

Jemand bedankt sich bei dir für die hilfreichen Tipps oder nennt dich seinen absoluten Lieblingsblog auf Facebook? Klasse!  Eine super Möglichkeit um zu zeigen, dass du Einfluss hast. Dabei spielt es keine Rolle ob du 100 oder 1000 Leser hast.

  • Deine Kooperationsmöglichkeiten und was man als Advertiser für sein Geld bekommt
  • Ad Size Formate: Welche bietest du an und in welcher Größe (Textlinks, Bannerwerbung, Newsletterplatzierung etc.)

Vergiss bei all den Zahlen und Fakten nicht die wichtigste Regel: Bleib ehrlich! Unternehmen und PR-Agenturen haben ihre Tools mit dessen Hilfe sie schnell herausfinden ob die Zahlen zu dir passen. Glaubwürdigkeit ist sehr wichtig und weitaus mehr Wert als ein schlechtes Image oder Versprechungen, die letzten Endes nicht erfüllt werden können.

Media Kit erstellen

Was aber wenn du noch keine großen Zahlen vorweisen kannst?

Genau diese Frage habe ich mir auch gestellt, als ich mein Media Kit erstellt habe. Mein Tipp: Glänze mit dem was du hast: mit deiner Sympathie und deinem Engagement. Du hast eben noch keine 10.000 Follower, na und? Du strengst dich aber mächtig an, bist verlässlich, arbeitest leidenschaftlich und kannst immerhin ein starkes Wachstum nachweisen. Außerdem ruhst du dich nicht auf deinen Erfolgen aus, sondern möchtest immer besser werden in dem was du tust und aus einem Projekt das Bestmögliche herausholen.

Vielen fragen sich auch, ob sie das Media Kit auf ihrem Blog veröffentlichen bzw. mit einbinden sollen.

Das ist wirklich Geschmacksache und hängt ganz davon ab wie du dich dabei fühlst. Ich persönlich verschicke mein Media Kit nur auf Anfragen bzw. aus eigener Initiative. So kann ich selbst kontrollieren, wer meine Informationen zu Gesicht bekommt und ob das Angebot interessant für mich klingt. Das hat auch den Vorteil, dass du individueller auf Kooperationsanfragen eingehen kannst, passend zum Unternehmen und zur Marke.

Zwei ganz unterschiedliche Ansätze und Beispiele kommen von zwei erfahrenen Travel Bloggern, nämlich Sebastian von Off the Beaten Path (mit dem ich witzigerweise in Holland studiert habe) & Conny von Planet Backpack. Sebastian stellt sein voll ausgestattetes Media Kit öffentlich zur Verfügung und lässt wirklich nichts aus. Conny hat eine eigene Rubrik auf ihrem Blog extra für ,,Neuankömmlinge’’, mit der sie einem die ersten Schritte auf Planet Backpack erleichtert und ihre beliebtesten Artikel vorstellt. Auch wenn es nicht dem klassischen Media Kit entspricht, ist es eine super Idee, um bei neuen Lesern einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen.

Wie designe ich mein eigenes Media Kit?

Man muss nicht unbedingt  Designer sein oder mega Photoshop Skills haben, um ein professionelles und vor allem schickes Media Kit zu entwerfen. Viele Wege führen nach Rom, richtig?

Wichtig ist, dass es zu dir und deinem Blog-Design passt. Es sollte aber auch möglichst individuell und kreativ sein, denn das Auge liest ja bekanntlich mit. Rechtschreibfehler haben hier wirklich nichts zu suchen! Lies dir deinen Text also lieber mehrmals und vor allem sorgfältig durch um Fehler zu vermeiden.

1. Etsy 

Hier kannst du dir unter vielen Templates deine Lieblingsvorlage aussuchen und kaufen. Das spart Zeit und ist qualitativ hochwertig. Achte aber darauf, das Template nicht eins zu eins zu übernehmen, da deine Konkurrenz womöglich die selbe Idee hatte.

2. Canva (mein Tipp!)

Ich liiieebe Canva, man kann so viel damit anstellen, dabei ist es so simpel aufgebaut, dass wirklich jeder damit arbeiten kann. Bei Canva gibt es spezielle Vorlagen (auch kostenlose) für Media Kits. Auch hier gilt: Verleihe dem ausgewählten Template deinen individuellen Touch, anstatt es einfach nur zu kopieren. Das steigert deinen Wiedererkennungswert!

3. Andere Blogs

Schaue bei anderen Blogs nach passenden Beispielen, wie Mel von gourmetguerilla.de, Jeni von theblogmaven.com, Yvonne von mohntage.com

4. Pinterest

Auf Pinterest lohnt sich das stöbern eigentlich immer, oder?

5. Behance

Nicht nur Media Kits, auch komplett durchdesignte Lebensläufe habe ich hier schon heruntergeladen, auch wenn ich die Oberfläche etwas unübersichtlich finde.

So, nun steht eurem ultimativem Media Kit wohl nichts mehr im Wege! Ich hoffe, dass ich dir mit meinem Beitrag weiterhelfen konnte und freue mich über dein Feedback! ..Habe ich noch etwas vergessen oder hast du Fragen? Schreib es mir gern in die Kommentare.

Lost and Layers,